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30739_1_schmidt_bb_web1. ZT-Umschlag.
Oktober 2011

Alice Schmidt: Tagebuch aus dem Jahr 1956


Das Tagebuch aus dem Jahr 1956 von Alice Schmidt berichtet aus dem Alltag des Schriftstellerpaars in Darmstadt. Beigelegt sind zwei CDs mit Arno Schmidts einziger öffentlicher Lesung. Mit Anmerkungen und einem Vorwort von Susanne Fischer. Der Band enthält ein Register und zwei Berichte des Karl-May-Verlegers Roland Schmid über Besuche bei Schmidts in Darmstadt 1956. Es »entsteht dabei in dem hier geschilderten Jahr 1956 eben nicht nur ein Lebensbild des aus Schlesien vertriebenen, anfangs bettelarmen Ehepaars Schmidt, das sich nun gerade zu einem bescheidenen Wohlstand hocharbeitet, sondern eine mit wenigen, prägnanten Strichen gezeichnete Skizze von Darmstadt und einiger seiner Bewohner wie Kasimir Edschmid, Ernst Kreuder oder Eberhard Schlotter. « (Tilman Spreckelsen, FAZ)

Suhrkamp Verlag
ISBN 978-3-518-80330-1
28 Euro

September 2011

Arno Schmidt in Hamburg

Herausgegeben von Joachim Kersten.
Arno Schmidts Erinnerungen an seine Kindheit in Hamburg-Hamm, ursprünglich niedergeschrieben für den Roman »Abend mit Goldrand«, werden in diesem Buch ergänzt von den Notizen seiner Mutter und den Erinnerungen seiner Mitschüler. Auszüge aus dem Tagebuch Alice Schmidts über die Nachkriegsbesuche in Hamburg und zahlreiche historische Abbildungen lassen Arno Schmidts Hamburg lebendig werden.

Hoffmann und Campe
ISBN 978-3-455-40345-9
22,99 Euro

Arno Schmidt in Hamburg

Hörbuch; Sprecher: Joachim Kersten, Bernd Rauschenbach und Jan Philipp Reemtsma
Regie: Charlotte Drews-Bernstein

Vorgetragen werden Auszüge aus Arno Schmidts Kindheitserinnerungen, die er im späten Roman Abend mit Goldrand publizierte, und frühen Prosatexte über das Aufwachsen im kleinbürgerlichen Hamburger Stadtteil Hamm.

Hoffmann und Campe
ISBN 978-3-455-30739-9

Oktober 2010

»Was stünde nicht in Zettel’s Traum?«


Abiturientinnenherzinnen, ein Beatles-Paar, Circe, die Divinations-Gabe, die Etymfußangel, die FAZ-Ähnlichkeit, der Genius der Verkommenheit, Magnus Hirschfeld, Inseln, James Joyce, Katzen, Längere Gedankenspiele, der Mond, die Göttin Neith, Jacques Offenbach, Edgar Poe und Emma Peel, der Quelle-Katalog, die Realität, der Schoß, Alfred Tennyson, Urin, Verwandlungen, Witze, Xerxes, Yeats, Zauberei ... das alles kommt vor in »Zettel’s Traum«, wird beobachtet, besprochen, beschrieben, belacht und analysiert.

Das alles und noch viel mehr, denn schon das Typoskript von Schmidts wichtigstem Werk umfaßt 1330 DIN-A-3-Seiten. »Es wird sich nicht mehr setzen lassen«, befürchtete der Autor, als er das Buch 1968 vollendet hatte. Vor 40 Jahren wurde »Zettel’s Traum« deshalb als Faksimile veröffentlicht. Handschriftliche Korrekturen, Streichungen und das leseunfreundliche Satzbild der Schreibmaschine erwiesen sich neben der komplexen Struktur des Romans als Hürden für die Lektüre.

Nun endlich erscheint »Zettel’s Traum«, das Werk, das Schmidt auf einen Schlag berühmt machte, als gesetztes Buch. Jahrelanger Arbeit von Setzern, Editoren und Korrektoren war nötig, um das komplexe Layout des dreispaltigen Romans mit seinen zahlreichen Randglossen in einen lesefreundlichen Schriftsatz zu überführen, ohne den Charakter des »Überbuchs« (Arno Schmidt) zu verändern oder seine Eigenheiten zu glätten.

Es gilt, einen Riesenroman neu zu entdecken: Er erzählt von der vergeblichen Liebe zwischen dem alternden Schriftsteller Dän Pagenstecher und der fünfzehnjährigen Franziska Jacobi, vom Werk und der Zeit Edgar Allan Poes, aber auch von den Mühen des Übersetzens und der Brotarbeiten im Literaturbetrieb, wie sie Franziskas Eltern Wilma und Paul Jacobi stellvertretend für ihren Autor vorführen. Der Roman entwickelt dabei eine eigene Literaturtheorie in der Nachfolge Sigmund Freuds – es geht um die Wiederkehr des Verdrängten, insbesondere tabuisierter sexueller Vorlieben, in der Wahl der literarischen Kulissen und von Worten mit sexuellem Nebensinn. Eine ganz neue Rechtschreibung wird entwickelt: Franziskas Plisseerock verwandelt sich schon auf der ersten Seite in einen Please-See-Rock und enthüllt so seine wahren Eigenschaften. Verwandlungen sind ohnehin ein Thema des Romans, in dem die vier Protagonisten auch als Bäume, Pferde, Zigeuner und Muschelsammler auftreten. Schmidt zog mit diesem Werk eine erste Bilanz seines Schaffens, seine Bemühungen um moderne Prosaformen und eine angemessene sprachliche Abbildung des menschlichen Bewußtseins finden hier ihren vorläufigen Höhepunkt.

Mit diesem Band ist die Bargfelder Ausgabe der Werke Arno Schmidts abgeschlossen.

Zettel’s Traum

Standardausgabe in einem Band.
Leinen, Schuber, Schutzumschlag.
ISBN 978-3-518-80310-3
Subskriptionspreis bis 31.1.2011:
€ 298 | € 306,40 (A) | SFr. 471 (CH)
danach: € 348 | € 357,80 (A) | SFr. 550 (CH)

Studienausgabe in vier Bänden.
Broschiert, Schuber.
ISBN 978-3-518-80300-4
Subskriptionspreis bis 31.1.2011:
€ 198 | € 203,60 (A) | SFr. 313 (CH)
danach: € 248 | € 255 (A) | SFr. 392 (CH)

Vorzugsausgabe in einem Band.
Halbpergament im Schuber.
Mit vier farbigen Faksimiles.
ISBN 978-3-518-80320-2
€ 448 | € 461 (A) | SFr. 708 (CH)